Fred Landsman

Fred Landsman

Ausstellung  Humanoids
13.06.2026–31.08.2026

Kunstwerk von Fred Landsman

Ohne Titel, 56 × 152 cm

Kunstwerk von Fred Landsman

Skizzen, 12 × 15 cm

Fred Landsman – Humanoids

Seit Jahrzehnten baut Fred Landsman in seinem Atelier in Holwerd ein umfangreiches persönliches Archiv aus Skizzen, Studien, Notizbüchern und Gouachen auf. Diese Arbeiten entstehen vor allem aus der unmittelbaren Beobachtung des Wattengebiets und der menschlichen Präsenz darin – nicht als bewusst geschaffene Kunstwerke, sondern als intuitive Notizen und visuelle Aufzeichnungen.

Kennzeichnend für Landsmans Arbeitsweise ist seine beharrliche Weigerung, seine Tätigkeit als „Kunst machen“ zu bezeichnen. Er versteht sich eher als jemand, der beobachtet, festhält und die Dinge ruhen lässt. Aus seinem stetig wachsenden Archiv holt er gelegentlich Arbeiten hervor, die er rein intuitiv nebeneinanderstellt. So entstanden auch die beiden Gouachen für die Ausstellung Humanoids: skizzenhafte Figuren, möglicherweise im Abstand von Jahrzehnten geschaffen, die nun ohne vorab festgelegte Komposition etwas Neues bilden.

Sein Archiv ist deshalb keine Sammlung abgeschlossener „Werke“, sondern ein lebendiges Reservoir aus Stimmungen, Erinnerungen und wiederkehrenden Formen. Zeit und Zufall spielen eine wichtige Rolle. Eine alte Skizze kann plötzlich mit einer späteren in Resonanz treten, sodass ein stiller, beinahe selbstverständlicher Dialog zwischen menschlicher Figur und Raum entsteht.

Diese Arbeitsweise verleiht den beiden Gouachen ihre besondere Kraft: eine unmittelbare, ungekünstelte Präsenz, die dennoch vielschichtig und nachhallend ist. Es handelt sich nicht um Kunst im herkömmlichen Sinn, sondern um einen aufmerksamen, langsamen Umgang mit Wahrnehmung und Erinnerung – verletzlich, offen und frei von Prätention.

In Humanoids zeigt dieser Archivprozess, wie aus Einfachheit und Ansammlung etwas Wesentliches über das Menschsein in einer weiten, stillen Landschaft entstehen kann.

BIOGRAFIE

Fred Landsman wurde am 4. November 1941 geboren und wuchs in einem Umfeld auf, in dem Malerei und Vorstellungskraft selbstverständlich zum Alltag gehörten. Sein Großvater malte Landschaften und Porträts nach Vorlagen, während sein Vater die umgebende Landschaft festhielt. Diese frühen Erfahrungen bildeten eine wichtige Grundlage für seine spätere Entwicklung als Künstler.

1962 zog er nach Amsterdam. Von 1964 bis 1967 studierte er an den Ateliers ’63. In dieser Zeit festigte sich seine Überzeugung, dass das Künstlersein nicht nur eine Frage von Technik oder Form ist, sondern ebenso von persönlicher Entwicklung und einer offenen Haltung gegenüber dem Leben.

Ab 1966 lebte und arbeitete er in Edam, wo Licht und Landschaft rund um das IJsselmeer einen wichtigen Einfluss auf seine Gemälde gewannen. 1975 ließ er sich in Holwerd am Rand des Wattenmeers nieder. Seither sind die Weite der friesischen Landschaft und das wechselnde Zusammenspiel von Licht, Wasser und Horizont eine dauerhafte Inspirationsquelle.

Sein Werk entsteht aus aufmerksamer Beobachtung und der fortwährenden Suche nach dem, was dem Bild vorausgeht: der Erfahrung von Raum, Leben und Verbundenheit. Malerei ist für Landsman kein Selbstzweck, sondern eine selbstverständliche Möglichkeit, mit dem in Verbindung zu bleiben, was ihn bewegt. Daraus ist ein Œuvre entstanden, in dem Stille, Licht und das Verhältnis zwischen Mensch und Umgebung im Mittelpunkt stehen.

CV

EINZELAUSSTELLUNGEN
1971 Galerie Booker, Amsterdam.
1972 Galerie terGouw, Purmerend.
1973 Galerie Nouvelles Images, Den Haag.
1975 Galerie Fagel, Amsterdam.
1975 Galerie van Hulsen, Leeuwarden.
1976 Galerie Wellmann, Dússeldorf.
1976 Zienagoog, Zaandam.
1977 Galerie Fagel, Amsterdam.
1978 Wetering gallerie, Amsterdam.
1978 Stedelijk Museum, Maassluis.
1979 Stedelijk Museum, Alkmaar.
1980 Galerie Fenna de Vries, Rotterdam.
1981 K.C.B., Bergen.
1981 Museum Waterland, Purmerend.
1982 Galerie Fenna de Vries, Rotterdam.
1983 Fries Museum, Leeuwarden.
1988 Coopmanshuis, Franeker.
1992 Coopmanshuis, Franeker.
1992 Museum Waterland, Purmerend.
1993 Seasons Galleries, Den Haag.
1995 Seasons Galleries, Den Haag.
1996 Pictura, Dordrecht.
2001 Museum Waterland, Purmerend.
2004 Exp. 23., Edam.
2009 Wout Vuyk, Amsterdam
2021 Metamorfosen, Museum Belvédère, Heerenveen

GRUPPENAUSSTELLUNGEN:
1971 Waterland Manifestatie. Plexiglazen zelfportret, siehe Katalog.
1977 Galerie Talien St.Tropez, mit Eric de Nie.
1981 Ned. Kunst Stichting. Landschafts- und Naturerleben.
1982 Culturele Raad N.Holland. 14x Holland.
1984 Galerie Asselijn Amsterdam.
1985 Fonds voor Beeldende Kunst,
1993 K.C.B. Bergen mit Dorothee Abbing.
1993 Museum Waterland, Purmerend.
1995 Grote Kerk, Leeuwarden, siehe Katalog.
1995 Fries Museum, Leeuwarden, Salut du Monde.
2002 Zaans Museum.
2002 Kunstcentrum Zaanstad.
2004 Coopmanshuis Franeker.
2007 Edams Museum
2008 Fries Museum, Leeuwarden
2009 NOK, Museum Belvédère, Heerenveen
2015 Improvisaties op wind, water, wad, Museum Belvédère, Heerenveen
2018 100 Jahre friesische Malerei, Museum Belvédère, Heerenveen

Skills

Posted on

August 16, 2026

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