Gert Jan Slotboom

Gert Jan Slotboom

Ausstellung  Humanoids
13.06.2026–31.08.2026

Kunstwerk von Gert Jan Slotboom

Harpy, 2023 250x65cm.

Kunstwerk von Gert Jan Slotboom
Kunstwerk von Gert Jan Slotboom

Looking down the stairs, 2025 100x200cm.

Kunstwerk von Gert Jan Slotboom

Harpy, 2023 250x65cm

Gert Jan Slotboom

In der Eröffnungsausstellung Humanoids präsentiert Gert Jan Slotboom zwei eindringliche Werke: Looking Down the Stairs (2025) und Harpy (2023).

Slotboom stammt aus Wageningen und arbeitet heute im friesischen IJlst. Als Maler erforscht er die menschliche Figur in ihrer ganzen Verletzlichkeit und Intensität. Seine Arbeiten bewegen sich an der Grenze zwischen dem Vertrauten und dem Beunruhigenden. Er zeigt Körper und Wesen, die zugleich erkennbar und fremdartig wirken – wie Echos unseres eigenen Daseins in einer von Widersprüchen geprägten Welt.

In Looking Down the Stairs blickt der Betrachter eine Treppe hinab und teilt einen Moment des Zögerns oder der Faszination, in dem Licht und Dunkelheit, Höhe und Tiefe in spannungsreicher Weise zusammenkommen. Das Gemälde wirft Fragen danach auf, was wir sehen, was wir zu sehen wagen und was sich unserem Blick entzieht.

Harpy erweckt ein mythisches Wesen zum Leben: halb Frau, halb Raubvogel – eine kraftvolle, verstörende Erscheinung, die Schönheit und Bedrohung in sich vereint. Das Gemälde besitzt eine rohe, beinahe archaische Vitalität, die zugleich zeitgenössisch und zeitlos wirkt.

Slotbooms Gemälde zeugen von einer intensiven Auseinandersetzung mit der menschlichen Existenz. Sie laden uns ein, Figuren zu betrachten, die nicht ganz von dieser Welt zu sein scheinen und gerade deshalb unsere eigene Zeit, unsere Sehnsüchte und unser Unbehagen umso deutlicher spiegeln – gefiltert durch eine sehr persönliche, bisweilen abgeschiedene Vorstellungswelt.

Mit diesen beiden Arbeiten eröffnet die Galerie einen Dialog über das Menschliche in all seinen Schichten: zerbrechlich, hybrid und unausweichlich gegenwärtig.

BIOGRAFIE

Gert Jan Slotboom (Wageningen, 1957) schloss 1983 sein Studium an der Hochschule der Künste in Utrecht ab. Er lebt und arbeitet in IJlst und hat über mehrere Jahrzehnte ein kraftvolles und konsequentes malerisches Œuvre aufgebaut.

Slotboom arbeitet gern in Serien und betrachtet die Welt mit dem Staunen eines Außenstehenden. Seine Gemälde tragen eine besondere Spannung in sich: Sie sind zugleich trostlos und schön, einsam und intensiv, beklemmend und dennoch merkwürdig tröstlich.

Seine monumentalen Brücken und Kirchenräume malt er mit der Verwunderung eines Kindes, das von der Größe der Erwachsenenwelt überwältigt ist. Die verlassenen Gewächshäuser, in denen er als Junge spielte, erscheinen in seinem Werk als Orte unheimlicher Melancholie.

Besonders in den vergangenen zehn Jahren hat seine Serie Ecce Homo (Seht den Menschen) große Aufmerksamkeit erregt. In diesen lebensgroßen Porträts zeigt Slotboom den Menschen in seiner unverhüllten Verletzlichkeit: roh, ungeschönt, mit kraftvollen Pinselstrichen und zurückhaltender Farbgebung. Die Begegnung kann verstörend sein. Als Betrachter fühlt man sich zugleich als Voyeur und Mitmensch – beschämt und berührt; häufig erkennt man etwas von sich selbst in diesen einsamen, sterblichen Gestalten.

Slotbooms Werk berührt universelle Themen wie Einsamkeit, Verletzlichkeit und die unerbittliche Schönheit des Daseins – stets mit aufrichtiger Anteilnahme und einem scharfen Blick für Details gemalt.

CV

 

Skills

Posted on

August 16, 2026

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